DER Tour macht mit Tierschutz ernst

Die Veranstalter der DER Touristik haben angekündigt, bis 2020 sukzessive alle Angebote mit direktem Kontakt zu Wildtieren aus ihren Programmen zu entfernen. Dabei bezieht sich das Unternehmen auf Angebote wie Elefantenreiten, Delfinschwimmen, aber auch Spaziergänge mit Löwen, Bärenshows oder Stierkämpfe.

Auf diese Weise sollten „Tiere im Rahmen des Tourismus vor Missbrauch geschützt und ihr natürlicher Lebensraum erhalten werden, damit unsere Kunden die Tierwelt in den Reisländern auf verantwortungsvolle und sichere Weise entdecken können“, kündigt René Herzog, CEO DER Touristik Central Europa, an. Bei der Entwicklung der Richtlinie für das geplante Maßnahmenpaket orientiert sich das Unternehmen, wie andere Touristikanbieter auch, an der „Global Welfare Guidance for Animals in Tourism“ des britischen Reiseverbands ABTA. Der Leitfaden definiert Mindestanforderungen für Attraktionen mit Tieren und wurde von zoologischen Sachverständigen, Tierschutzorganisationen und der Reisebranche entwickelt.

Anbieter werden überprüft. Partner, die Aktivitäten mit Tieren anbieten, werden nach und nach vor Ort von unabhängigen Experten für Tierschutz im Tourismus auf die Einhaltung der Anforderungen untersucht. „Angebote, die unsere Anforderungen grundsätzlich nicht einhalten, wie beispielsweise Elefantenreiten und Stierkämpfe, werden aus unseren Katalogen entfernt“, verspricht Ulrike Braun, Leiterin Corporate Responsibility der DER Touristik. Anbietern mit unbefriedigenden Standards werde angeboten, „gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten“. Wenn dies nicht fruchte, würden sie ebenfalls aus dem Angebot genommen.

Quelle: goobi.de Aktuelles aus der Reisebranche