Reiseberatung online ist meist mangelhaft

Reiseportale und Vergleichsseiten werden immer beliebter.

Die Stiftung Warentest hat 14 Reiseportale und Vergleichsseiten geprüft und kam zu dem Ergebnis, dass die Aussagen, wie z.B. „mit wenigen Klicks zum besten Preis“ komplizierter sind als versprochen. Außerdem lässt die Beratung meist zu wünschen übrig, so die Stiftung Warentest.

Wer im Internet Urlaub buchen will, ist nachher meist verwirrter als zuvor, wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, was man will. Denn wer Fragen zu seiner Reise hat oder eine Beratung erwartet, muss sich im Internet auf eine Enttäuschung gefasst machen.

Auch die Buchung kann Probleme bereiten. „Wenn sich der Preis einer Reise von Buchungsschritt zu Buchungsschritt verteuert, dann heißt es sofort runter von der Seite“, rät Michael Buller, Chef des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR). „Denn vom ersten Schritt an muss der Endpreis angezeigt werden. Es dürfen keine Zusatzleistungen wie Versicherungen voreingestellt sein. Und es muss mindestens ein kostenloses Zahlungsmittel angeboten werden.“

Bei Mängeln sein Recht im Ausland durchzusetzen ist oft schwierig

Vermittelt zum Beispiel ein deutscher Online-Anbieter ein Ferienhaus im Ausland, wird der Hauseigentümer der Vertragspartner. „Dieser hat seinen Sitz in der Regel im Reiseland, der Vertrag unterliegt also dem Recht des jeweiligen Landes“, erklärt Rechtsanwältin Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Bei Mängeln sein Recht im Ausland durchzusetzen, ist sehr schwierig und meist nicht lohnend.

„Mit dem Werbeversprechen, immer den günstigsten Preis zu finden, ist es also so eine Sache. Es komme vor, dass Endpreise von dem eingangs angezeigten Preis abweichen“, räumt Michael Buller ein. Der Reisemarkt im Internet ist sehr schnelllebig. „Bei Flugtickets, Hotelzimmern und Mietwagen ändern sich ständig Kontingente und Angebote“, sagt der VIR-Chef.

Quelle: N-TV.de