Schiffswechsel ist kein Reisemangel

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Flusskreuzfahrt gebucht und kurz vor Reiseantritt teilt Ihnen der Veranstalter mit, dass die Kreuzfahrt, abweichend vom Katalog, mit einem anderen, vergleichbarem getauscht wird.
Würde hier ein Reisemangel vorliegen und könnten sie vom Vertrag zurücktreten? – Nein!
So ging es einem Ehepaar aus München, das eine Flusskreuzfahrt auf der Rhone gebucht hat und dem ca. 2 Wochen vor Reiseantritt mitgeteilt wurde, dass die Kreuzfahrt mit einem anderen Schiff durchgeführt wird. Ein Upgrade in eine Mini-Suite war für die Kunden kein Trost. Sie verklagten den Veranstalter und verlangten die Anzahlung zurück.

Die zuständige Richterin am Amtsgericht München gab dem Reiseunternehmen Recht. Der Münchner muss die Stornogebühren zahlen. Seine Kündigung war nicht wirksam.
Das Gericht entschied: Der bloße Umstand, dass das Kreuzfahrtschiff relativ kurzfristig vor der Reise ausgetauscht worden war, stelle noch keinen Reisemangel dar.

 

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