Gorillas gehören zu den bedrohtesten Arten überhaupt. Wilderei, der Ebolavirus und die Zerstörung ihrer Lebensräume haben ihnen so zugesetzt, dass es von Berggorillas und Cross-River-Gorillas nur noch wenige hundert Tiere gibt.
Sanfter Gorilla-Tourismus kann dazu beitragen, dass zumindest dieser Bestand stabil bleibt.

Zumindest für die Berggorillas in Ruanda und im Kongo scheint eine Möglichkeit gefunden, den Lebensraum der Tiere zu schützen: und zwar durch sanften Tourismus.
Die Tiere bleiben in ihrem natürlichen Umfeld, werden aber an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Mit ausgebildeten Führern und einer Spezialerlaubnis, die derzeit ca. 800 Dollar kostet, kann man die Gorillas aus der Nähe beobachten.

Da das Gorilla-Whatching boomt, ist es besonders wichtig, dass die Anzahl der Besucher limitiert bleibt. Pro Gruppe sind 8 Personen zugelassen, die sich maximal eine Stunde im überwachten Areal aufhalten dürfen. Damit die Einnahmen auch für Nötige Projekte eingesetzt werden können, ist es wichtig Touren nur bei lizensierten Führern zu buchen.

Denn mit den Einnahmen aus dem Gorilla-Tourismus werden Dinge bezahlt, die dem Überleben der Berggorillas zumindest eine Chance geben. Wildhüter und Touristenführer werden ausgebildet und bezahlt, damit sie ihr Einkommen nicht mehr aus dem Holzhandel oder der Wilderei bestreiten müssen. Land wird gekauft und aufgeforstet, um den bedrohten Tieren ihren Lebensraum zu erhalten. Plantagen mit schnell wachsenden Hölzern werden angelegt, damit der Bedarf an Bau- und Brennholz gedeckt wird, der Regenwald aber verschont bleibt.
Und nicht zu vergessen: wo Menschen sind, halten sich Wilderer nicht gern auf!

Quelle: MDR